Homepage Lebach-Steinbach
Titelbild1
Titelbild2
Titelbild3
Titelbild4
Titelbild5
Titelbild6
Titelbild7

 

Das Steinbacher Wappen

Beschreibung
 

Geviert im Wellenschnitt:
 
    oben rechts in Rot zwei gekreuzte silberne Spitzhacken
    oben links in Gold ein roter Doppelhaken
    unten rechts in Silber ein durchgehendes rotes Kreuz
    unten links in Rot ein goldenes Doppelkreuz
 


Das Wappen von Steinbach
Entwurf und Beschreibung:
Horst Kohler Erfweiler Ehlingen
Herausgeber: CDU Ortsverband Steinbach

Erklärung
 
Das Wappen des heutigen Lebacher Stadtteiles Steinbach berücksichtigt in seinen Bildern landschaftliche, geschichtliche, kirchliche und wirtschaftliche Gegebenheiten.
Die Entstehungszeit der ursprünglich zwei - heute zusammengewachsenen Siedlungskerne Ober- und Niedersteinbach - lässt sich aufgrund ihres letzten Namensbestandteiles "-bach" in die zweiten mittelalterliche Ausbauperiode zwischen dem neunten und dem dreizehnten Jahrhundert datieren. Sie wurden wohl an einem "steinigen" Bach angelegt, der sowohl für sich selbst als auch für die beiden Siedlungen den Namen "Steinbach" hergab. Diese landschaftliche Lage am Mittellauf des Steinbaches wird im Ortswappen durch den Wellenschnitt als Teilungslinie im gevierteilten Schild symbolisiert.
Die beiden Steinbach-Orte gehörten seit der Entwicklung der Territorien im 12. Jahrhundert zu den Besitzungen der Grafen von Blieskastel um den Schaumberg, die sie von den Bischöfen von Verdun zu Lehen trugen. Nach dem sogenannten Blieskasteler Erbfolgestreit, der 1274 entbrannte und mit dem Friedensschluß 1291 endete, konnte sich der Herzog von Lothringen den Besitz der Schaumburg und die Vogtei (Schirmherrschaft) über die Benediktinerabtei Tholey, aus der sich dann das Amt Schaumburg entwickelte, sichern. Die Orte Ober- und Niedersteinbach gehörten nun innerhalb der aus 18 Höfen (Bezirken) bestehenden herzöglichen und klösterlichen Verwaltungsorganisation zum Hofgericht (Meierei) Thalexweiler, das neben Thalexweiler selbst und den Steinbach-Orten noch die Dörfer Aschbach, Henselhofen, Schellenbach und Dörsdorf umfaßte.
Die 475-jährige territoriale Zugehörigkeit von Steinbach zum Herzogtum Lothringen -1766 wurde das lothringische Amt Schaumburg französisch und 1787 pfalz-zweibrückisch - wird im Ortswappen durch das lothringische Doppelkreuz, das als Hoheitszeichen auf den Grenzsteinen zu den benachbarten Territorien angebracht wurde, in den lothringischen Wappenfarben Rot-Gold dargestellt.
Grundherrlich waren Ober- und Niedersteinbach Bestandteile eines lothringischen Lehens, genannt Steinbacher Tal, das die Herren von Siersberg und Dillingen besaßen. Im Jahre 1556 kam das 'Dillinger Lehen" im Erbgang an den lothringischen Baron und Amtmann Alexander von Braubach, dessen Mutter eine Tochter des Johann von Siersberg und Dillingen war. Der Sohn Alexanders Wilhelm Marzloff von Braubach, Herr zu Dillingen, verkaufte die Güter im Steinbacher Tal 1596 an Konrad von Sofern und am 22 Oktober 1622 an Philipp Christoph von Sötern, damals Bischof von Speyer und 1623 Erzbischof von Trier, der sie zur Herrschaft Dagstuhl schlug. 1697 schließlich gelangte das Lehen im Erbgang an die Grafen von Öttingen-Baldern, die es bis zur französischen Revolution besaßen. Im Ortswappen ist für das Lehen im Steinbacher Tal die Besitzzeit der Herren von Sötern durch deren Wappen, eine rote Wolfsangel im goldenen Felde, berücksichtigt.
Kirchlich gehörte Steinbach zur Pfarrei Thalexweiler, die eins der 18 Kirchspiele der Abtei Tholey war. Das Abteigebiet wiederum lag am Südrand des Erzbistums Trier, das 1802 in ein gewöhnliches Bistum umgewandelt wurde. Die ständige Zugehörigkeit von Steinbach in kirchlicher Hinsicht zum Bistum Trier wird durch das rote Balkenkreuz im silbernen Felde, das sogenannte Trierer Kreuz, dokumentiert. Es mag auch an den Trierer Erzbischof Christoph von Sötern erinnern, der im 17. Jahrhundert Besitzer des Lehens im Steinbacher Tal war. Das Kreuz steht aber auch für die im Jahre 1913 eingesegnete bemerkenswerte barocke Steinbacher Kirche, die als Patron den hl. Aloisius hat.
Auf die bis 1860 betriebenen Erzgruben am südöstlichen Ortsrand von Steinbach weisen die im oberen linken Felde des Ortswappens stehenden schräggekreuzten Spitzhacken als Hauptwerkzeuge der Erzgräber hin. Das in den Gruben gegrabene Erz wurde vornehmlich zu den Eisenschmelzen in Dillingen und Bettingen gefahren.
 
 
Quellen: Stadt Lebach und CDU Ortsverband Steinbach &xnbsp;